alte G`schichten

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15.maria · 10.01.2009 17:04      
ich weiß auch noch eine, von meiner mama erzählt:
im krieg waren soldaten in immenreuth stationiert, welche nächtliche übungen und marschieren bis weidenberg übten, zwischenstation war fuchsendorf, denn dort hatte unsere oma immer was zum essen vorbereitet für die ausgehungerten jungen burschen. und ein soldat verguckte sich in anna und sie in ihn.die großmutter , also unsere uroma bekam das mit und gab dem soldaten den tipp, wo die schlafkammer von anna sei..
in der nächsten nacht pfiff unf pfiff der bursch vor annas fenster...keine reaktion. am nächsten tag beschwerte er sich bei uroma, welche meinte:ja,du depp, meinst du denn die anna kann neben dem schlafzimmer der eltern reagieren,sie hat die ganze nacht beim backofen auf dich gewartet!...unsere uroma war ,glaub ich,so würde man heute sagen..cool!.­­

14.Ludwig Krockauer · 09.01.2009 13:46      
Wie kamen früher Fuchsendorfer Mädchen und Frauen zu Taschengeld ? Im Sommer gingen sie "ins Beeren", Heidelbeeren sammeln. Anna (Hader) und Marie (Horn) auch. Sie waren den ganzen Tag im Fuchsendorfer Wald , auf dem Schieferberg oder dem Gänskopf. Hundemüde kamen sie Abends heim und lieferten ihre Ausbeute an einer Sammelstelle beim Wirt ind Fuchsendorf ab und bekomen dort das Geld. Damals gab es keine Import-
Beeren ! Auch keine (weiß-kernigen) Kultur-Heidelbeeren). Die Schusterin oder die Zimmermännin kamen in der Saison auf gut 100 Mark.

13.maria · 16.12.2008 19:04      
weiß denn keiner alte geschichten? also, in fuchsendorf zu omas zeiten, mussten die feilner kinder im winter ein paar ski teilen.fritz war eh nooch zu klein, anna mochte nicht skifahren, so dass ludwig,hans ,marie sich die fahrten einteilten.als ältester nahm sich ludwig das vorrecht als erster zu fahren, die anderen beiden warten mit spannung, doch plötzlich hörten sie ein lautes "oweh",die skier sind zerbrochen. das wars dann mit skifahren in jenem winter

12.maria · 25.04.2008 15:31      
hat mir mom erzählt. früher ging man ja nicht zum arzt und zahnbeschwerden wurden vom bader oder so wie in fuchsendorf geschah, auch vom HUFSCHMIED erledigt.eines tages morgens kam eine mitschülerin aus fuchsendorf mit ihrer mutter zum gemeinsamen schulweg angewalzt, da das kind die nacht über zahnschmerzen hatte und zum schmied nach lienlas mußte.die restliche schülerschar begab sich , vor schon heimlicher schadenfreude, kichernd auf dem weg nach lienlas, wo sie auch erwartungsvoll vor der schmiede lauschten und warteten, denn dem armen mädchen wurde unter großem geschrei der betroffenen der zahn gezogen.ja und das wars dann, mutter ging nach hause und das kind mußte unter großem gespött und hänseleien der ganzen kinderschar , mit den anderen zur schule gehen.heutzutage unvorstellbar, oder??­­­

11.maria · 06.04.2008 14:32      
da ich in letzter zeit ja oft in muck bin, habe ich mom mal a weng erzählen laßen: eine geschichte zu ostern passend.onkel ludwig hat als ältester gerne die kleenen a weng geärgert. so auch an ostern, als er seinen kleinen geschwistern auf dem weg zur kirche prophezeite, dass er auf den heimweg ganz schnell läuft und alle eier (es gab damals ins osternest eh nur 3 gefärbte eier und war was besonderes für die kinder) klauen und essen würde...die konzentration auf den gottesdienst war da natürlich gleich null, denn die furcht war groß , tatsächlich an ostern ohne nest dazustehen....aber der osterhase hat alles mitbekommen und als onkel ludwig zu hause ankam , and er in seinem nest...nur KARTOFFELN.....................diese erziehungsmethode hat allerdings auch bei uns in muck über nun schon jahrzehnte anwendung gefunden.........lg maria

10.maria · 21.03.2008 14:42      
ja das kenn ich auch noch, wobei meine mutter aber immer etwas säuerlich dazu anmerkt, dass es ja nur deswegen gemacht wurde, damit sie als kinder und adann auch wir als arbeitskraft nicht zulange ausfielen. habe den eindruck meine mom hatte keinen spaß dabei!­

9.Marianne · 21.03.2008 14:09      
kennt Ihr das noch, wer an den Ostertagen als letztes aufsteht der ist

Palmsonntag - Palmesel
Gruendonnerstag - Gründonnerstaghenna
Karfreitag - Karfreitagratschn
Karsamstag -Karsamstagswampn
Ostersonntag- Osterlümmel

als Kinder hatten wir immer einen riesen Spaß dabei, keiner wollte "es" werden. Meine Kinder finden es zwar lustig, ist ihnen aber wurscht....schade

8.Marianne · 17.03.2008 20:21      
hab ich heute gelesen, hat mir gefallen

Wenn oaner ißt muaß ma miteßn,
wenn oaner trinkt muaß ma mittrinckn
und wenn oaner orbad
muaß man orbadn lassen!

7.wally · 14.03.2008 18:39      
ist mir auch bekannt, das mit der wurstlänge...mussten sämtliche bauerngenerationen durch!!
war immer schön, wenn dann die jüngeren geschwister drankamen,was für eine freude, man konnte es kaum erwarten, bis sie wieder ganz beschämt angeschlichen kamen­

6.eva · 13.03.2008 17:01      
ohhhh jaaa die wurstlänge kenn ich auch; unser nachbar lacht glaub ich heute noch hihihi

5.Marianne · 11.03.2008 20:34      
ich weiß nur noch, dass Gerhard und ich, beim Schlachten das Schwanzl halten sollten. Das war aber nichts gegen die Blamage, als unser Vater uns zum Wirt geschickt hat, wir sollten die "Wurstlänge" holen. Die haben sich im Wirtshaus wegschmissen vor Lachen und ich hab immer noch ganz beharrlich nach der Wurschtläng verlangt.....

4.maria · 02.03.2008 16:56      
ja ja , die schlachterei auf dem bauernhof. da kann ich mich auch noch an schubkarren mit toten,blutenden schweinen erinnern, welche dann im kochendes wasser geworfen wurden, an rehkadaver mit aufgeschlitzten bauch und an hühner die kopflos über den hof liefen...steven king ist da ja dagegen märchenstunde, aber es hat mir in meinem weiteren leben geholfen, da ich im rahmen meiner ausbildung in der anatomie oder im op eine der wenigen war, welche nicht aus den latschen kippte...­

3.franzi · 02.03.2008 13:35      
boah, aus meinem leben gibts sooo viel zu erzählen, da reicht der platz hier nicht. einmal, da war ich über den sommer in fuchsendorf. oh, ich habe es geliebt, bei oma adelgunde zu übernachten.... das war jeden tag abenteuer pur! traktor fahren, im sand/dreck spielen und abends musikantenstadl gucken... naja, einmal hat oma gockel geschlachtet. ich war ungefähr sieben und hab oma nur immer in die futterküche verschwinden sehen, wo sie dann blutüberströmt wieder rausgekommen is... dadurch hatte ich irgendwie respekt vor dem, was sie getan hat. ich hab einfach mit meinen brüdern weitergespielt. aber plötzlich schrie oma meinen namen..."Fraaaaaanziiii!" ... ich musste antreten. ich ging da rein und sah im waschbecken tote tiere und blut...wäääh... sie gab mir folgende anweisungen: "franzi, ich hab hier die beine vom gockel abgeschnitten, nimm sie und schmeiß sie lissy (der hund) in den zwinger rein...!" wäääääääääh!!! ich musste die widerlichen dinger anfassen...

2.franzi · 02.03.2008 13:01      
... leute, das war ne überwindung... ich weiß noch heute - nach über zehn jahren - wie sich die teile angefühlt haben! voll wäääh..... igitt....wie die gestunken haben. tja... und das ist wohl der grund, warum ich keine gockelschenkel esse....nein, danke^^

1.Marianne · 29.02.2008 15:47      
Mariaaaaaaaaaaaaaaa

darfst anfangen, mit den alten G`schichten.
bin schon gespannt, was da alles so zusammen kommt.­­

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